Projekte

Wanderboje

Die Wanderboje ist eine mobile Skulptur zur Markierung von Orten mit Geschichte(n). Sie ist ein bedeutungsoffenes Anti-Denkmal, das von jedem Nutzer individuell für seine Zwecke genutzt werden kann.

Sie ist universell einsetzbar und kann quasi überall aufgestellt werden. Als demokratisches Kommunikations-Tool schafft sie Gesprächspunkte und Reflexionsräume. Unterschiedliche Nutzer können mit ihrer Hilfe ihre jeweiligen Anliegen und Fragestellungen im öffentlichen Raum verhandeln.

Die Wanderboje ist seit 2005 in immer wechselnden Zusammenhängen im öffentlichen Raum unterwegs, in Deutschland, Polen und der Schweiz.

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Wandering Buoy driving to Mars
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Wanderboje an verschiedenen Orten

 



Auf Einladung des Societätstheaters Dresden war die Wanderboje während der Woche des Erinnerns (#wod) vom 8.2. bis 13.2.2021 in Dresden.

An verschiedenen Orten im Stadtraum schuf die Wanderboje Kristallisationspunkte für die Beschäftigung mit Gedenken und Erinnern, die bis heute stark polarisieren und instrumentalisiert werden.

Als Kommunikations- und Markierungswerkzeug sammelte die Wanderboje private Geschichten von unten im Zusammenhang mit dem Bombardement der Stadt am 13. Februar 1945 .

Alle Geschichten, Kommentare und Ansichten finden sich hier.

 



Wanderboje in Dresden
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Motto der Skulptur-Biennale, für die die Wanderboje ursprünglich entwickelt wurde, war „Latente Historie“. Fünf Jahre war die Boje im Kreis Borken unterwegs. Betreut durch das Kulturamt stand sie den Bürgern zur Nutzung zur freien Verfügung. Vor der sogenannten ‚Weißen Dame‘, einer stillgelegten Seidenspinnerei, erzählt sie mittels der LED-Laufschrift in ihrem Bauch die Geschichte eines Arbeitsplatzverlustes.




Zwischen dem 13. August (Tag des Mauerbaus) und dem 9. November (Mauerfall) umrundete die Wanderboje Berlin. Die Wanderboje machte überall dort Station, wo wir private Geschichten mit der Berliner Mauer fanden. Alle Geschichten sind abrufbar unter mehr




The festival organisation wanted to evaluate its own proceedings. The public was asked if in the city of Belzig there was art and culture, whether art should be decided upon democratically and if there existed a need of democratic art. The team of the Wandering Buoy conducted interviews and the results were shown publicly on the market square.




Das Festival Inwazja Barbarzyńców (Invasion der Barbaren) rückte mit Hilfe der Wanderboje die eigenständige Geschichte ausgewählter Stadtteile von Poznań ins Bewusstsein der Bevölkerung. Dazu wurden private Geschichten von Bewohnern gesammelt. Zwei als ‚rasende Reporter‘ gekleidete Schauspielerinnen unterstützten das Wanderbojen-Team.




Ein acht-wöchiges Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein Stadt.Geschichte.Basel

Partizipation und Mitsprache mit der Wanderboje innerhalb des direkt-demokratischen Systems der Schweiz.  Die Museen und historischen Fakultäten von Basel informierten über neueste Forschungsthemen im Stadtgebiet Basels. Der Verein Stadt.Geschichte.Basel wollte von der Baseler Bevölkerung erfahren, welche stadtgeschichtlichen Themen für sie Bedeutung haben.

Es gab wissenschaftliche talks im Stadtraum an den Standorten, die durch die Wanderboje markiert wurden und historische ‚streetworker‘ die Meinungen einsammelten, während die Wanderboje mit markanten Sprüchen tagespolitische Bezüge herstellte.




Bevölkerungsbefragung und Ideenrecherche zum Thema ressourcen-effizienten und energetischen Stadtumbaus in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk RaumUmOrdnung und Energieavantgarde Anhalt e.V.




Während des Festivals Rypin na Marsie sammelte die Wanderboje kleine Botschaften aus der Bevölkerung, um sie auf den Mars zu senden. Nach der polnischen Stadt Rypin wurde ein Krater auf dem Mars benannt.